1. KulturPerlenfahrt führte nach Kirchrode und Ahlem

Einblick in eine Fabrikhalle, die als Kunstort dientIm hochmodernen Reisebus der ÜstraReisen begann die erste Kulturperlenfahrt besonders bequem – und gut besucht: 24 Teilnehmer hatten sich eingefunden, um die Tourenziele, die sich ausnahmsweise einmal alle im Stadtgebiet befanden, kennenzulernen. Die drei Ausstellungsstätten hätten dabei unterschiedlicher kaum sein können! Modedesignerin und Stoffexpertin Erika Knoop empfing die Besucher im Museum für Textile Kunst, eingerichtet in einem ehemaligen Luftschutzbunker, und weihte sie in die Geheimnisse ostasiatischer, indischer oder chinesischer Web- und  Seidenherstellungskunst und die damit einhergehenden Sitten und Gebräuche ein. Die Gäste durften ausgiebig in der Betrachtung – und zum Teil auch dem Befühlen – der  wunderschönen und kostbaren Stoffe schwelgen.

Nur wenige Hundert Meter entfernt war die zweite Station: das Potzlach Museum der tausend Pötze. Sehr herzlich wurden die Gäste von Birgit Jahn-Reinhardt und ihrem Lebensgefährten in der Welt der „Pötze“ mit Kaffee und köstlichem selbst gebackenem Kuchen und Torten aus der Backstube der gelernten Meisterköchin empfangen. Das gesamte Haus in der Brabeckstraße schmücken die Arbeiten des Outsider-Künstlers Walter Reinhardt (1932–2011). Einen Teil des Hauses hat Birgit Jahn-Reinhardt als Museum eingerichtet, das bei der Fahrt erstmals einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt wurde.

Das letzte Ziel der Fahrt war ein stillgelegtes Umspannwerk der PreussenElektra, das seit 2007 als Kunstort dient: Das Ehepaar Almut und Hans Breuste hat dort das Gesamtkunstwerk der RosebuschVerlassenschaften geschaffen, das Almut Breuste vorstellte. Beim Wandeln duch die hohen Fabrikhallen bei leiser atmosphärischer Musik erschloss sich allmählich das Werk, das Hans und Almut Breuste vorrangig aus Schrottbeständen, Fundstücken und Hinterlassenschaften aus Gefangenenlagern zusammengestellt haben. Darunter etwa Unmengen von Holzpritschen, Schuhe der (jüdischen) Internierten oder ausrangierte Gummiteile, aber auch Schrifttafeln, Fotografien und gemalte figürliche Darstellungen von – vielleicht fiktiv in den Lagern lebenden und arbeitenden? – Menschen von Almut Breuste.

Mit diesem eindringlichen und faszinierenden Eindruck schloss die sehr abwechslungsreiche Fahrt. Wir freuen uns auf die nächste!

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