Hörbild ist an der Kröpcke-Uhr zu erleben

Thomas Posth und Goran Stepanovic beim Konzert an der Kröpcke-Uhr

Auf einen Ort abgestimmte Musik und Worte verbinden sich zu Hörerlebnissen, die einen Ort neu und ganz anders erfahrbar machen: Das ist das Ziel der Hörbilder, die das Orchester im Treppenhaus in Zusammenarbeit mit der Region Hannover komponiert hat. An drei Orten – am Wilhelmsstein, am Kronsberg und am Kröpcke – tauchen Hörerinnen und Hörer in das Geschehen ein und treten auf unterschiedlichen Weise in Kontakt mit Menschen und Geschichten – mal auf einem Spaziergang, mal als Zeuginnen und Zeugen einer schicksalhaften Begegnung und mal als imaginäre Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner. So wird Verborgenes und Sichtbares in Verbindung miteinander gebracht – ganz umfassend und für alle Sinne.
Am Freitag, 13.5., hat das Orchester im Treppenhaus von 14 bis 16 Uhr in Kleinstbesetzung vor Ort akustisch in sein „Hörbild vom Segen und Wünschen“ für den Kröpcke eingeführt. Dabei kamen Akkordeon (Goran Stepanovic) und eine singende Säge (Thomas Posth) zum Einsatz. Eine Installation in der Kröpcke-Uhr wurde in Zusammenarbeit mit dem KulturRaum Region Hannover gestaltet: In der Uhr ist ein goldenes Ohr zu sehen – das Symbol der der Hörregion Hannover. Auf Plakaten auf zwei Fenstern der Uhr ist mehr über das Projekt zu erfahren. Begleitend zu der akustischen Einführung erklärte Nils Meyer von der Hörregion am 13. Mai, 14 bis 16 Uhr , worum es bei der Aktion geht. Die Audiokompositionen sind per auf der Uhr angebrachten QR-Code vor Ort abrufbar.
Mehr Informationen zu dem Projekt und die Beschreibung auch der anderen Standorte gibt es unter http://www.hoerregion-hannover.de

Der NDR berichtet über die verhüllte Kröpcke-Uhr als Karfreitagsort

https://www.ndr.de/kirche/Ein-Karfreitags-Ort-Die-verhuellte-Kroepcke-Uhr-in-Hannover,karfreitag154.html

Im Rahmen der Sendung Kirche im NDR im Programm von NDR 1 Niedersachsen erzählt Pastor Oliver Vorwald, warum die verhüllte Kröpcke-Uhr sein persönlicher Karfreitagsort ist. Er lässt den Ideengeber Detlef Splitt erzählen, was ihn zu der Installation bewegt hat. Der Beitrag ist auch online nachzulesen.

Detlef Splitt beim Hissen der Ukraine – Flagge

Die Kröpcke-Uhr trägt Trauer – für die Solidarität mit der Ukraine

Die Kröpcke-Uhr hat sich in Schwarz gehüllt und mit Ukraine-Flaggen geschmückt! Die Idee zu einer solchen Verpackung als Zeichen der Solidarität mit der Ukraine hatte Ton- und Bühnenbildkünstler Detlef Splitt. Kröpcke – Kurator Joy Lohmann realisierte die Idee gemeinsam mit Sven Grehler und Splitt, der auch das Material beisteuerte, in einer Spontanaktion am 4. März. Eine Banderole umschließt die Skulptur, auf der die Internetadresse der Spendenhilfe geschrieben steht. Eine beleuchtete Installation im Innern ist durch Gucklöcher zu erspähen, die etwas versteckt liegen. Sie symbolisiert den Schrecken und die Zerstörungen des Krieges.

Bereits am ersten Abend kleben erste Kommentare in Form einer Logos von Künstler Della und eine kritische Stimme an der Uhr, weitere folgten – auch auf Facebook – und so soll das weiterhin sein! So wird die Uhr zum Medium von Austausch und Auseinandersetzung mit dem Krieg, eine soziale Skulptur, wie Kurator Joy erfreut festgestellt. In der Mitte der Stadt, inmitten der Gesellschaft.

#WhenWeStayedAtHome

Eine Videoinstallation in der Kröpcke-Uhr zeigt das Leben in Deutschland in Corona-Zeiten

16. Juni – 16. August 2020

Eine Dokumentation über das Leben in Zeiten von Corona zu erstellen: Diese Idee hatten Andreas Barthel und Susi Duhme zu Beginn der Corona-Krise im März des Jahres. Sie forderten Kreative auf, ihnen selbst aufgenommene Filmsequenzen aus ihrem Leben zuzusenden, und montierten diese zu einem 45-minütigen Film. Das Ergebnis ist jetzt bis 16. August in der Kröpcke-Uhr zu sehen.

Zu Beginn der Corona-Beschränkungen im März 2020 haben Susi Duhme, Andreas Barthel und Markus Keese von der independent entertainment GmbH über ihre Netzwerke und die Medien Kreative aufgerufen, ihnen maximal 30-sekündige Filmesequenzen über ihr Leben in Zeiten der Corona-Isolation zu schicken. Der Inhalt war freigestellt. Über 60 Tage sammelten die drei das eingesandte Material. „Es kamen Einsendungen von ganz unterschiedlichen Altersgruppen“, sagt Andreas Barthel – unter anderem von Cody Stone und Matthias Brodowy. Sogar Beiträge aus Paraguay und Südafrika waren darunter. Entstanden ist eine 45-minütige Videocollage. Sie zeigt Menschen, Tiere und Natur in unterschiedlichen Phasen ihres Lebens, kurze Szenen von der Konzertaufnahme im Homeoffice über Spiele mit den Kindern, Zustandsberichte und Spaziergänge bis hin zum kleinen Sketch. Die Szenen stehen sowohl im Gleichklang als auch in Kontrast zueinander. Auf eine Verortung oder Kommentierung seitens der Produzenten wird verzichtet. „Was der Film deutlich macht: Einsamkeit, Angst und Spaßgesellschaft liegen dicht nebeneinander“, fasst Barthel zusammen.

Er verspricht: Auch noch beim zweiten oder dritten Betrachten eröffnen sich immer wieder neue Ebenen und Blickwinkel.

Die Installation in der Kröpcke-Uhr ist vor Ort ohne Ton zu sehen. An der Uhr verweisen QR-Codes auf einen Dauerstream im Internet, der parallel zum Monitor in der Uhr abläuft. Darüber hinaus kann der Film ab dem 1. Juli hier im Internet angeschaut werden.

Ideengeber und verantwortlich für das Projekt sind die Filmemacher Susi Duhme (*1963) und Andreas Barthel (*1974). Mit ihrer Filmfirma independent entertainment GmbH haben sie bereits fünf Kinofilme produziert. Duhme und Barthel sind darüber hinaus im Organisationsteam der Obdachlosenweihnachtsfeier aktiv. Aktuell arbeiten sie am Kinofilm „Warte, warte nur ein Weilchen“, der im Herbst – sofern möglich – in den Kinos starten soll.

Markus Keese (*1974) ist Unternehmer im Bereich der IT-Sicherheit und Netzwerktechnik. Er ist ehrenamtlich bei der Obdachlosenhilfe und im Umweltschutz tätig und engagiert sich im Bereich Kunst und Kultur, unter anderem mit seinem Projekt Culture Garage. Er hat die Homepage des Projektes erstellt und ist für die Wiedergabe in der Kröpcke-Uhr verantwortlich.