#WhenWeStayedAtHome

Eine Videoinstallation in der Kröpcke-Uhr zeigt das Leben in Deutschland in Corona-Zeiten

16. Juni – 16. August 2020

Eine Dokumentation über das Leben in Zeiten von Corona zu erstellen: Diese Idee hatten Andreas Barthel und Susi Duhme zu Beginn der Corona-Krise im März des Jahres. Sie forderten Kreative auf, ihnen selbst aufgenommene Filmsequenzen aus ihrem Leben zuzusenden, und montierten diese zu einem 45-minütigen Film. Das Ergebnis ist jetzt bis 16. August in der Kröpcke-Uhr zu sehen.

Zu Beginn der Corona-Beschränkungen im März 2020 haben Susi Duhme, Andreas Barthel und Markus Keese von der independent entertainment GmbH über ihre Netzwerke und die Medien Kreative aufgerufen, ihnen maximal 30-sekündige Filmesequenzen über ihr Leben in Zeiten der Corona-Isolation zu schicken. Der Inhalt war freigestellt. Über 60 Tage sammelten die drei das eingesandte Material. „Es kamen Einsendungen von ganz unterschiedlichen Altersgruppen“, sagt Andreas Barthel – unter anderem von Cody Stone und Matthias Brodowy. Sogar Beiträge aus Paraguay und Südafrika waren darunter. Entstanden ist eine 45-minütige Videocollage. Sie zeigt Menschen, Tiere und Natur in unterschiedlichen Phasen ihres Lebens, kurze Szenen von der Konzertaufnahme im Homeoffice über Spiele mit den Kindern, Zustandsberichte und Spaziergänge bis hin zum kleinen Sketch. Die Szenen stehen sowohl im Gleichklang als auch in Kontrast zueinander. Auf eine Verortung oder Kommentierung seitens der Produzenten wird verzichtet. „Was der Film deutlich macht: Einsamkeit, Angst und Spaßgesellschaft liegen dicht nebeneinander“, fasst Barthel zusammen.

Er verspricht: Auch noch beim zweiten oder dritten Betrachten eröffnen sich immer wieder neue Ebenen und Blickwinkel.

Die Installation in der Kröpcke-Uhr ist vor Ort ohne Ton zu sehen. An der Uhr verweisen QR-Codes auf einen Dauerstream im Internet, der parallel zum Monitor in der Uhr abläuft. Darüber hinaus kann der Film ab dem 1. Juli hier im Internet angeschaut werden.

Ideengeber und verantwortlich für das Projekt sind die Filmemacher Susi Duhme (*1963) und Andreas Barthel (*1974). Mit ihrer Filmfirma independent entertainment GmbH haben sie bereits fünf Kinofilme produziert. Duhme und Barthel sind darüber hinaus im Organisationsteam der Obdachlosenweihnachtsfeier aktiv. Aktuell arbeiten sie am Kinofilm „Warte, warte nur ein Weilchen“, der im Herbst – sofern möglich – in den Kinos starten soll.

Markus Keese (*1974) ist Unternehmer im Bereich der IT-Sicherheit und Netzwerktechnik. Er ist ehrenamtlich bei der Obdachlosenhilfe und im Umweltschutz tätig und engagiert sich im Bereich Kunst und Kultur, unter anderem mit seinem Projekt Culture Garage. Er hat die Homepage des Projektes erstellt und ist für die Wiedergabe in der Kröpcke-Uhr verantwortlich.

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